Gegen jeden Antisemitismus – Jusos verurteilen Angriff auf jüdischen Mann in Pankow

Veröffentlicht am 18.04.2018 in Pressemitteilung

Die Jusos Berlin verurteilen den brutalen Überfall auf jüdischen Mann auf das Schärfste und fordern Konsequenzen
Die Landesvorsitzende der Jusos Berlin Annika Klose erklärt:
„Es kann nicht sein, dass jüdische Menschen Angst davor haben müssen auf Berlins Straßen eine Kippa zu tragen. Angesichts der sich häufenden Übergriffe auf Jüd*innen müssen Maßnahmen zur Bekämpfung des Antisemitismus verstärkt werden. Neben einer konsequenten Strafverfolgung braucht es mehr Aufklärung an unseren Schulen und noch mehr Präventionsarbeit gegen Antisemitismus. Angesichts solcher Tatsachen sollte auch über die Etablierung eines Berliner Landesbeauftragten für Antisemitismus nachgedacht werden.

In Berlin findet außerdem jährlich der antisemitische Quudsmarsch statt, dessen Teilnehmer*innen zur Vernichtung Israels aufrufen. Ein konsequentes Eintreten gegen Antisemitismus seitens der Landesregierung würde die Unterbindung eines solchen Aufmarsches beinhalten. Denn Betroffenheitsbekundungen nach Übergriffen alleine reichen nicht, sondern es muss auch im praktischen Handeln klar werden, dass Antisemitismus in Berlin keinen Platz hat."

Die stellvertende Landesvorsitzende Michelle Starck ergänzt:
„Bei der Bekämpfung von Antisemitismus ist es von zentraler Bedeutung die unterschiedlichen Ausprägungen des Antisemitismus zu thematisieren. Denn diese haben schlicht zur Folge, dass unterschiedliche präventive Ansätze vonnöten sind und bei der Arbeit unterschiedliche Akteur*innen in die Pflicht genommen werden müssen.
Die hohen Verkaufszahlen von Musik mit antisemitischen Texten verdeutlicht, wie anschlussfähig Antisemitismus in unserer Gesellschaft ist. Die Verleihung eines Preises an die Interpreten zeigt, wie wenig sensibel die deutsche Musikindustrie in Bezug darauf ist. Menschenhass darf nicht als ‚Kunst‘ toleriert werden, schließlich werden mittels Sprache Hemmschwellen gesenkt.“

Die Jusos Pankow schließen sich diesem Statement an. Antisemitismus darf bei uns keinen Platz haben. Wir kämpfen für ein offenes und tolerantes Pankow.

 
 

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